Ja.
Psychotherapie ist in erster Linie Bindungsarbeit, dafür ist die therapeutische Beziehung immens wichtig. So seh ich das! Es gibt Kollegen, die der Meinung sind, dass die therapeutische Beziehung nicht wichtig ist, sondern die angewandte Methode sei ausschlaggebend für eine erfolgreiche Behandlung.

Es gibt einige Klienten, die am Anfang Ängste haben, sie seien nur eine Nummer für die Therapeutin, und dann soll die therapeuthische Bindung nicht wichtig sein? Als Hypnosetherapeutin weiß ich, WIE wichtig die Chemie ist – von beiden Seiten her gesehen. Dafür haben kassenärztliche Therapeuten die sogenannten probatorischen Sitzungen, die dafür da sind, dass sich BEIDE Seiten für oder gegen die Behandlung aussprechen können.
Schon bei dem ersten Telefonat merke ich aus der Erfahrung heraus- und teilweise auch der Klient – ob es passt oder nicht. Schwieriger sind dabei Email-Anfragen, weil man da keinen direkten, zumindest telefonischen Kontakt hat, aber inzwischen weiß ich, dass allein die Emailadresse schon wichtige Hinweise gibt (Dazu werde ich noch extra schreiben).

D. Ewin hat vom sogenannten Pilo-Arrektor-Test gesprochen: Wenn dem Therapeuten bei einem Klienten die Nackenhaare zu Berge stehen, sollte er bei diesem Klienten keine Hypnose machen. Was lustig klingt ist sehr wichtig. Jeder Therapeut sollte so ehrlich zu sich und seinem (Nicht)Klienten sein und eine Behandlung ggf ablehnen.

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