Zwischen 1920-1960 wurden überall in Europa noch Entbindungen mit Hypnose durchgeführt. In Russland gab es sogar um 1950 noch zwei sogenannte „Hypnotarien“, spezielle Geburtshäuser, in denen Frauen mittels (Selbst-) Hypnose auf die Geburt vorbereitet wurden. F. Leboyer z.b. lernte zunächst die hypnotische Geburtsvorbereitung, bevor er daraus „Die sanfte Geburt“ entwickelte und lehrte.

Die Hypnomentale Geburtsvorbereitung, auch Hypnobirthing genannt, bewirkt u.a. eine Verkürzung der Eröffnungsphase, eine deutliche Schmerzreduktion und verringert somit den Einsatz chemischer Anästhesie, die Gebärende kann aktiv mitarbeiten, der Milchfluss kann über Hypnose angeregt und das Stillen erleichtert werden und es kommt seltener zum „Babyblues“.

Die hypnomentale Geburtsvorbereitung findet üblicherweise im dritten Trimenon (also 7.-10. Schwangerschaftsmonat) in 4 Sitzungen statt. Sie erhalten eine von mir besprochene CD für die Selbsthypnose zuhause.

Hypnotische Geburtsvorbereitung als mentales Training hat laut mehrerer Studien folgende nachgewiesene Wirkungen:

* senkt die Kaiserschnittrate
* senkt den Gebrauch von Schmerzmitteln und Anästhetika
* senkt den sogenannten „Babyblues“
* fördert die Mutter-Kind-Beziehung
* steigert das Gefühl körperlicher Kompetenz, Stolz und Selbst-Vertrauen
* fördert nachweislich den Milchfluss
* fördert im hohen Maße die Entspannungsfähigkeit
* bewirkt üblicherweise eine 20 %ige Verkürzung der Eröffnungsphase
* führt zu einer geringeren Ermüdung bei der Geburt
* beeinträchtigt nicht die Uterusaktivität wie chemische Mittel
* die Gebärende kann aktiv mitarbeiten

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