Soma – körperorientierte Traumaauflösung

SOMA ist ein körperorientierter Therapieansatz zur Traumaauflösung, der von Dr. Sônia Gomez und Marcello Muniz (BRA) entwickelt wurde. Dieser Therapieansatz umfasst die Erfahrungen des Somatic Experiencing (SE) von Dr. Peter Levine, die Polyvagale Theorie von Stephen Porges, der strukturellen Integration von Dr. Ida Rolf (das sogenannte Rolfing, in der es um die Erkenntnis und Behandlung der Auswirkung der Erdanziehungskraft auf unseren Körper geht).sowie die Theorie des neuro-biologischen Orientierungssystems von Hubert Godard. Durch Berührung, Bewegung und Achtsamkeit, im Sinne von Körperwahrnehmung, sollen die physiologischen und emotionalen Auswirkungen von traumatischen Erfahrungen wieder ins Gleichgewicht gebracht werden.

Gezielte Berührungen im Wirbelsäulenbereich bewirken ein Herunterfahren der dorsal-vagalen Traumareaktion und eine Auflösung des Erstarrungszustandes, der durch ein Trauma entsteht und als Körpererinnerung gespeichert wird. Die SOMA-Therapie zielt darauf ab, emotionale Traumata, die im Körper „gespeichert“ sind, aufzulösen. Dadurch werden mehr Authentizität, Freude und Selbstvertrauen in die eigenen Bewegungsabläufe gefördert. Dies führt wiederum zu einem Gefühl von höherer sozialer Kompetenz und damit auch zu mehr sozialem Engagement.

In der Soma-Arbeit wird der Focus darauf gelegt, inwieweit traumatische Erlebnisse das myofasziale (Muskelfaszien), energetische und kinästhetische System (Tiefensensibilität oder Lage- Kraft- und Bewegungssinn) im Körper beeinträchtigt haben. Es werden Techniken angewandt, die diese Beeinträchtigungen auflösen. Dadurch werden Orientierungssinn, Raumlagewahrnehmung, Koordination sowie die Wahrnehmung der Schwerkraft positiv beeinflusst.

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